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  • Die Forschung in der Praxis
    Die Forschung in der Praxis

    Wissenschaftliche Arbeit muss nicht in praxisfernen "Elfenbeintürmen" geschehen. Moderne Forschungsinstitute sind bestebt, Problemfelder aus der Praxis aufzugreifen und Lösungen gemeinsam mit Unternehmen zu erarbeiten. Dies gilt auch für die Industrie 4.0 – gefragt sind praxisrelevante Erkenntnisse, Methoden und Werkzeuge, die ein individuelle Umstzung systematisch erlauben – ausgerichtet an der spezifischen Situation, Strategie und den Möglichkeiten eines Unternehmens. Am Beispiel der hybriden Simulationsumgebung des Forschungs- und Anwendungszentrum Industrie 4.0 wird in dem Vortrag auf dem Asseco Sales Kickoff gezeigt, wie Forschung ein Hilfsmittel für die unternehmensspezifische Adaption der allgemeinen Instrumente des Industrie 4.0-Baukastens sein kann. Die Asseco Solutions AG ist ein Praxispartner des Forschungs- und Anwendungszentrum Industrie 4.0.


  • Digital Transformation in Manufacturing
    Digital Transformation in Manufacturing

    Am 07.12. hielt Mark Stewart – Director, Education Alliance Program, EMEA bei infor – einen Vortrag zum Thema "Digital Transformation in Manufacturing". Das Anwendungszentrum Industrie 4.0 lud dazu gemeinsam mit der Fachzeitschrift productivITy ein. Nach dem Vortrag gab es noch die Gelegenheit den interaktiven Prozess im Anwendungszentrum kennenzulernen.


  • Workshop IT-Sicherheit in der Wasserversorgung

    Am 28.11. trafen sich interessierte Versorger und Vertreter der Verbände zum Workshop IT-Sicherheit in der Wasserversorgung. Neben Vorträgen zum neuen Branchenstandard W1060 und organisatorischen Maßnahmen der IT-Sicherheit, wurde im AZI live der Ansatz der hybriden Simulation erprobt. Hierbei konnten die Teilnehmer an einer der drei Themeninseln beobachten, wie Wasserversorgungsanlagen angegriffen werden können, welche Möglichkeiten des Eingriffs in die Steuerung existieren und welche Informationen zu offenen Anlagen aus speziellen Suchmaschinen gewonnen werden können. 

    Es fand ein reger Austausch zu den bereits implementierten Maßnahmen und der Bedrohungslage statt. Die im Projekt entwickelten Werkzeuge wie ein Schnelltest und ein Testlabor für IT-Sicherheit fanden regen Anklang.


  • Marketing Club Potsdam
    Marketing Club Potsdam zu Besuch

    Intelligente Maschinen und Roboter, Wearables, dezentrale Entscheidungsfindung – die Auswirkungen von Industrie 4.0 und Internet of Things in der Arbeitswelt werden definitiv spürbar sein. Mit welchen Neuerungen zu rechnen ist und was das für die Arbeitwelt von morgen bedeutet, konnten die Teilnehmer vom Marketing Club Potsdam bei einer Exkursion ins Anwendungszentrum Industrie 4.0 erfahren. Neben eine Live-Präsentation hielt Prof. Gronau einen informativen Vortrag.


  • GeoFab soll die Nutzung von Geodaten voranbringen

    Auf äußerst reges Interesse stieß die Ankündigung des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Digitale Gesellschaft an der Universität Potsdam, mit einem weitgespannten Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft die Nutzung von Geodaten in Unternehmen voranzubringen. Knapp 200 Interessensbekundungen hatte es bereits vor der ersten Informationsveranstaltung im November gegeben. Die Zahl der Anmeldungen war so groß, dass die Veranstaltung von einem Seminarraum in einen Hörsaal umziehen musste.

    GeoFab, so der Projektname, hat das Ziel, raumbezogene Informationen in bestehende betriebswirtschaftliche Prozesse einzubinden. Bislang, so erläuterte Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik und Prozesse, seien Unternehmenslösungen für Enterprise Resource Planning (ERP) oder Manufacturing Execution (MES) nicht auf die Aufnahme solcher Daten vorbereitet, geschweige denn in der Lage, mit ihnen Berechnungen anzustellen. Klassische ERP-Funktionen gingen von einem quasi unbeweglichen Unternehmen aus.

    Das Gegenteil sei jedoch der Fall, ohne dass in zentralen Systemen für dafür Vorkehrungen getroffen sin. So könnte gerade bei mobilen Maschinen wie etwa Roboter, der Standort dieser Ressource ebenso wechseln, wie bei Werkstücken und Produkten, die im Fabrikgelände an unterschiedlichen Orten weiterverarbeitet würden. Und gerade in der Logistik ist die Mobilität von Waren Kern der Operationen. Auch der aktuelle Standort von Mitarbeitern wäre eine denkbare Geoinformation, die für die Steuerung von Unternehmensprozessen herangezogen werden könnten – allerdings gebe es bei personenbezogenen Daten durchaus auch datenschutzrechtliche und betriebsrechtliche Bedenken. 

    Zwar hat die Wertschöpfungskette aus Logistik, Fertigung und Vertrieb schon heute eine „gewisse Intelligenz“ bezogen auf Raumdaten, die Informationen blieben aber zumeist in Spezialanwendungen isoliert und lägen nicht für alle Geschäftsprozesse vor. Als Beispiel nannte Gronau die heute übliche Praxis bei Rückrufen, wo ganze Lose oder Chargen wegen eines Fehlers zurückgerufen und vernichtet werden müssten. Neben diesen Kosten durch Produktionsausfall seien Folgekosten durch eine anstehende hundertprozentige Qualitätsprüfung anstelle der bisherigen Stichprobenprüfung zu berücksichtigen. Hier bestehe enormes Potenzial für autonome Entscheidungen, die durch die Einbindung statischer und dynamischer Geoinformationen in Prozesse und Informationssysteme ermöglicht werden könnten.

    Standortinformationen fallen auch bei der Verfügbarkeitsprüfung von Material und Mitarbeitern an. Damit führen Geoinformationen zu einer Vorstufe bei der Verwirklichung des Konzepts „Industrie 4.0“. Verbesserte Auffindbarkeit von Material und Werkzeug, Verkürzung von Transportzeiten, eine erhöhte Transparenz über die verfügbaren Unternehmensressourcen sowie präzisere und realitätsnähere Produktionsplanungs- und –steuerungsmethoden, die schließlich auch zu einer präziseren Ausrichtung an Kundenbedarfen führe, seien die Vorteile, die sich GeoFab von den Forschungsanstrengungen erhofft, die in dem zu gründenden Netzwerk vorangetrieben werden sollen.

    Dabei geht es um die Beantwortung grundsätzlicher Forschungsfragen, wie etwa die Erkundung des richtigen beziehungsweise idealen Einsatzgrades von Geoinformationen. Die Einschätzung der notwendigen Granularität ist Voraussetzung für einen effizienten Einsatz unter der Fragestellung: Wie viel und welche Geodaten in welcher zeitlichen und räumlichen Dichte sind nötig, um den erwarteten Erfolg herbeizuführen? Untersucht werden sollen auch die möglichen Potenziale für völlig neue Geschäftsmodelle zum Beispiel durch die Integration von Geodaten in fertigen Produkten. Und schließlich sollen auch die organisatorischen und betrieblichen Aspekte Berücksichtigung finden.

    GeoFab soll in enger Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Wirtschaftsinformatik und Digitale Gesellschaft sowie der Förderagentur Geokomm entstehen. Eingeladen sind vor allem Anbieter und Anwender mit konkreten Projekten, die förderungswürdig sind und einen konkreten Anwendungshintergrund mit darstellbarem Nutzenpotenzial vorweisen können. Damit sind reine Grundlagenforschungen ausgeschlossen, während der Praxisbezug im Vordergrund steht.